118. Liebe & Vertrauen - ein Interview mit Xaver Bösl

Shownotes

Xaver hat mich in meiner Kindheit und Jugend sehr geprägt. Er war mein Chorleiter über viele Jahre hinweg und ich durfte mit ihm, seiner Familie und vielen anderen jungen Menschen meine ersten Reiseerfahrungen ohne meine Eltern machen.
Religiöse Werte und Musik haben uns stets verbunden und uns zu den Menschen gemacht, die wir heute sind.
Ich beleuchte mit Xaver unsere gemeinsamen Stationen, aber auch seinen persönlichen Lebensweg. Wir sprechen über Erfahrungen, Grundsätze und Lebenseinstellungen. Es ist ein rundum gelungenes und inspirierendes Gespräch geworden.

Viel Spaß beim Hören!

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Ich freue mich auf deine Zeilen!
Feedback, Wünsche, Anregungen, Terminvereinbarungen… alles ist möglich, alles ist erwünscht!

Grüße von Nebenan! Deine Vera

Transkript anzeigen

00:00:00: Heute habe ich Xaver Bösel zu Gast.

00:00:02: Xaver war in meiner Kindheit und Jugend ein jahrelanger Wegbegleiter, da er einerseits mein Core-Leiter war und zum anderen der ermöglicher meiner ersten Reisen ohne Eltern.

00:00:16: Er und seine Familie haben mich absolut geprägt und das will ich heute irgendwie nochmal mit ihm aufarbeiten!

00:00:32: Dein neuer Lieblings-Podcast mit Geschichten

00:00:35: aus

00:00:35: dem Alltag für den Alltag.

00:00:37: Um neue Blickwinkel für Themen, die vielleicht bisher gar nicht in deinem Fokus waren zu finden spannende Geschichten zu erzählen Menschen von nebenan eine Bühne zu geben und vor allem um dir Freude zu machen!

00:00:53: Los geht's viel Spaß.

00:00:56: Da es in diesem Podcast ja immer wieder darum geht, dir Geschichten zu erzählen und Menschen vorzustellen, die ich absolut spannend interessant und auch inspirierend finde, sage ich herzlich willkommen bei Nebenankenste.

00:01:09: Lieber Xaver magst du dich einfach nochmal selbst vorstellen?

00:01:13: Ja, herzlich Willkommen!

00:01:14: Leera freut mich dass wir miteinander reden können.

00:01:18: Zu meiner Person, ich bin seventy Jahre alt, verheiratet mit meiner Frau Berlindis seit fünfzig Jahren.

00:01:25: Wir haben

00:01:26: vier Kinder, elf Enkelkinder.

00:01:30: Also da ist was geboten.

00:01:32: Langeweilig wird es uns beiden nicht.

00:01:35: Weil wir immer on tour sind könnte man sagen Ja in meinem frühen beruflichen Leben war ich Diakon Dann Religionslehrer Jugendseelsorger Auf dieser Ebene haben wir uns ja kennengelernt Schlußseelsorge und zuletzt Twinix Seelsorge mit den Schwerpunkten Begleitung grauernder Eltern, Begleitungen sucht kranker Menschen und Beratung bei sexualisierter Gewalt- und Missbrauch.

00:02:08: Wow!

00:02:09: Da hast du ja einen ganz schönen langen und intensiven Werdegang hinter dir.

00:02:16: Sag mal wie ist es denn überhaupt dazu gekommen dass Du in diese Richtung Religionspädagogik Seelsorge Richtung gegangen bist, was hat dich dazu inspiriert oder animiert?

00:02:31: Also es waren zwei Gedanken mir da, die mit meiner Erkunft zu tun haben.

00:02:35: Da komme ich später nochmal drauf.

00:02:38: Das eine war, dass ich im Handwerk groß geworden bin und Holz liebe bis heute und auch unter Mitarbeitung.

00:02:47: Und das andere war die Jugendgruppe der Religion, die Suche nach Wahrheit, die suche nach Gott.

00:02:54: Diese zwei Elemente waren da.

00:02:57: Tatsächlich habe ich mich auch für Holstechnik schon interessiert und die matrikodiert in Rosenheim, und habe mich dann aber am letzten Moment zur Überraschung meiner Freundin und jetzigen Frau für Religionspädagogik entschieden als ich bin Innenarchitekt geworden.

00:03:15: Das ist ein sehr guter Begriff!

00:03:17: für das, was du da so gemacht hast oder auch immer noch machst.

00:03:21: Für deinen Wirken-Innenarchitekt finde ich großartig!

00:03:25: Du sagst es jetzt gerade zur Überraschung deiner Frau.

00:03:27: also sie war eigentlich fest davon überzeugt dass du irgendwas mit Holz machen wirst.

00:03:31: und war das dann neu?

00:03:33: Oder war das vorher schon mal im Gespräch?

00:03:35: Das habe ich jetzt noch nicht so rausgehört.

00:03:37: Es war ein Gespräch aber eher die Tendenz Richtung Holstechnik zu gehen.

00:03:45: Aber da kam dann der Professor In der Schule, bei uns in die Abenteuerklasse und hat für diesen Beruf geworben.

00:03:52: Wir haben eine Religionspädagogik und da bin ich dann drauf abgefahren.

00:03:55: Es hat mich irgendwie fasziniert weil ich ja mit Jugendlichen immer gleichfalls über Gott und die Welt diskutieren wollte und das abgezogen habe.

00:04:06: Wow!

00:04:06: Ja und so sind wir wie du gerade schon gesagt hast auch zusammengekommen denn du hast dann innerhalb deines Wirkens einen Mädchenchor gegründet, in dem ich dann auch dabei war.

00:04:18: Wieso?

00:04:19: Also wie kommt man da drauf ... Ich mach jetzt mal ein Chor oder wie ... Ich gründe jetzt einmal was.

00:04:24: Wie entsteht so etwas eigentlich?

00:04:26: Ja, das müsste ich jetzt noch mehr ausfohlen.

00:04:28: Es hat sehr viel mit meiner Kindheit zu tun.

00:04:31: Also ich bin in einem kleinen Bauern Dorf groß geworden, drei Hundert Einwohnern.

00:04:36: In der Großfamilie aufgewachsen.

00:04:38: Er ist Person im Haushalt.

00:04:40: Der Vater war Schreiner und hat die Stellerei aufgegründert.

00:04:45: In den Drieg und der Netwalter machen.

00:04:47: Ja, meine sechs Geschwister haben mich in meiner Kindheit begleitet.

00:04:52: Ich wurde sehr geprägt von strengster katholische Erziehung.

00:04:57: Jeden Tag musste ich um sieben Uhr morgens in die Kerl gehen zusammen mit den anderen.

00:05:03: Nach dem Gottesdienst ging es heim zum Frühstück.

00:05:06: Man durfte ja ohne Neukommunion empfangen wenn man nichts gegessen hatte.

00:05:11: Dann war die Schule und dann heim, Hausaufgaben, strenger Vater aber eine warmherzige Mutter.

00:05:19: Okay Und dazu kam in unserem Haus die Musik.

00:05:23: Wir haben alle gesungen.

00:05:25: Ich habe auch schon als Vorschulkind mit meiner Schwester zweistimmig gesungen.

00:05:30: Kirchenmusik hat mich geprägt.

00:05:34: ich habe auch als Achtjähriger schon im Kirchenkreu im Labor mitgesungen.

00:05:38: Aber da gab es noch ein anderes Problem.

00:05:40: das wird mir heute.

00:05:44: Ich war nicht zu bändigen und habe deswegen viele Schläge bekommen von meiner Kindheit bis zum achtzehn Lebensjahr, das war das letzte Mal.

00:05:57: Und geschlagen haben mich Menschen die mich nicht mochten aber auch sehr lieben Menschen.

00:06:05: Weil ich einfach einen eigenen Kopf hatte, einen eigenen Willen und eine eigene Wahrnehmung Umgebung gepasst.

00:06:14: Ich bin dann jetzt in den Naht gekommen, weil Gymnasium war nicht möglich bei unserem Dorf keine Schulbusverbindungen und ich war dann sieben Jahre mit der Naht.

00:06:24: da war das Problem wieder das Gleiche dass sich Schläge bekommen habe wegen meines Verhaltens auch wieder von Menschen die mich sehr mochten aber auch vom Menschen dem ich nicht so sehr mochte Und so entstand in mir irgendwie das Gefühl, dass ich das alles so verdient hätte.

00:06:45: Dass es einfach dazu gehört zu meinem Leben weil ich eben so bin wie ich bin und das hat zu einem Schuldversagen geführt.

00:06:55: Das heißt ich konnte überhaupt nicht mit mehr als einer Sprache umgehen und so musste ich das Gymnasium abbrechen und das war für mich ganz schlimm.

00:07:06: Und da gab es wieder einen Pädagogen, Karl Grambel, den erwähne ich gerne.

00:07:12: Der hat mich gerettet aus der Situation sonst wäre ich wahrscheinlich untergegangen und das gehört alles mit meinem ganzen Leben dazu weil diese Erfahrung... Ich werde abgelehnt aber ich werde auch geliebt.

00:07:29: Das hat mich zu dem gemacht, der ich geworden bin und das hat mich auch befähigt auf Menschen zuzugehen und Menschen so verstehen.

00:07:38: In der achten Gasse wurde ein Intelligenz-Test durchgeführt, und er war ziemlich sehr gutwillig sogar zu sagen Also war die Schlussfolgerung der Pädagogen Der Kerl, der es fallt, der lernt nicht.

00:07:52: So war eine völlige viel Interpretation.

00:07:57: Ich war net Fall sondern ich hatte ja andere Wahrnehmungen Und ich konnte net mich hinsetzen und stundenlang wo Kabel karken.

00:08:03: das ist nicht funktioniert.

00:08:06: Und nach dem Schulwechsel war das Thema schlechte Noten ein für alle mal vorbei und es war für mich eine wirkliche Erlösung.

00:08:14: Das hat mich dazu gebraucht letztendlich auch in diesem Bereich, ich sage jetzt nochmal innern Architekt zu werden weil ich schon festgestellt habe wie meine Jugend dass sich gut zuhören kann und wenn die Leute sich mehr etwas anvertraut haben und ich konnte da auch gut drauf eingehen und das Gutespielen, was mir da gesaugt worden ist.

00:08:37: Und so bin ich dann in diesen Virus reingekommen... ...und habe dann festgestellt,... dass ich selber mit..., ja, ich bin eine Religionsserie geworden.. ..und ich konnte überhaupt nicht mit Autorität umgehen.

00:08:52: Ich wollte kein autoritärer Lehrer sein!

00:08:55: Und bin deswegen im ersten Jahr kläglich untergegangen in der Schule, die da mich fix und fertig gemacht hat.

00:09:00: Da ich wollte schon hinschmeißen.... Ich habe nicht kapiert, ich muss diese leere Rolle tatsächlich anziehen.

00:09:06: Und ich muss nur die überschreiben, sonst geht es nicht.

00:09:08: Da war ich in Philburg in der Pause und hab beschlossen, ich werde den Schmarten auf.

00:09:14: Und da kam mein Kind aus der vierten Krasse zu mir und er fragt Herr Böselwahn, haben wir denn wieder Religion?

00:09:22: Dann...ich war dann gerade im Wütend, weil ich so verärgert war von der Krassee und habe gesagt, was fragst du?

00:09:28: So blöd!

00:09:28: Du weißt das doch ja auch, weil Religion ist die schönste Fach in der Woche ist.

00:09:33: Es war für mich so, es war für mir so der Knackpunkt oder ja ich muss... Ich muss mich ändern mein Verhalten ändern.

00:09:43: und dann bin ich nach Neubau gekommen in eine Brennpunktschule wo es ganz beim Schwierig war da Religionsunterricht, die Quarta am Boden, Chaos pur und ich hab' der Zweiundzwanzig Stunden in der Teilabschule zwei bekommen, siebteauchte neunte Grasse und da habe ich schon dazu gelernt dass sich den Lehrer doch ein bisschen raushängen haben lassen.

00:10:02: Und dann ist mir aber bewusst geworden, ich muss das Vertrauen zu den Kindern finden und habe dann angefangen außerhalb des unglaubliches Beziehungen zu den Kinder aufzubauen.

00:10:15: Also Autorität nicht durch Macht sondern Autoritätsbeziehung.

00:10:21: Das war so der Schlüssel und es hat mir wahnsinnig geholfen.

00:10:25: die Kinder haben Vertrauen für mich gefunden sie haben sich mir anvertraut auch mit ihren Schmerz, die auf der Dau ist bei nicht angepassten Verhandlungen sehr oft schmerzgegenwärtig und es hat mir die Musik geholfen.

00:10:39: Ich habe bis dahin noch eine Gitarre gespielt in der Geige und das konnte man schlecht brauchen.

00:10:44: Hab mich dann mit jedem Lied Griffe beigebracht und konnte schließlich dann tatsächlich einigermaßen Gitarren spielen und hab in jeder Religionsstehende mindestens fünfzehn Minuten dies so machen Und das hat alle befreit.

00:11:02: Da gab es was, was schön war, wo Blödsinn machen plötzlich weg war.

00:11:09: und dann habe ich im Schulchor gegründet.

00:11:11: und sie da.

00:11:13: nach ein paar Jahren an dieser Schule konnte in den Gottesdiensten drei Stimmen gesungen werden.

00:11:20: Das hat man gar nicht für Möglichkeiten.

00:11:23: Also das war so.

00:11:24: der Zugang zum Mädchenchor.

00:11:27: Der war schon vorher da, ich habe vorher einen Mädchen korregründet.

00:11:30: Aber in Neumarkt hat sich das dann richtig verfestigt und es ist ein Schwerpunkt meiner Arbeit geworden.

00:11:36: Da haben wir das Mädchen gehabt weil das in der Pfarrer üblich war und die Jungs haben ja gedacht, dass sie nicht ausgegeben haben oder so.

00:11:44: Jedenfalls mit dem Neumack vielleicht Ringsburg.

00:11:49: Genau!

00:11:52: Und so habe ich den Mädchen Korre gegründert.

00:11:55: Dann später, er hat es mich geärgert.

00:11:58: Weil die Mädchen so mit vierzehn-fünfzehntel aufgehört haben, mitzusingen also wenn sie in den Berufsschule weiter für unsere Schule gegangen sind.

00:12:08: und dann habe ich mir gedacht... Ich muss mir jetzt die Erotik zu Notse machen oder auch die Jungs dazu geholt.

00:12:12: Und das hat voll funktioniert!

00:12:15: Hat voll funktioniert.

00:12:17: Und da waren plötzlich fuchtzig-sächsig Leute da.

00:12:21: Ja, Wahnsinn.

00:12:21: Klar diese fünfzigsechzehnte Leute wir hatten ja auch vor nicht allzu langer Zeit ein Revival wo wir alle oder viele Menschen aus diesen verschiedenen Chor-Epochen nochmal zusammengekommen sind und eine gute Zeit miteinander verbracht haben auch ein bisschen geprobt haben um dann einen Jugendfessbar zu gestalten.

00:12:44: Wie waren das für dich?

00:12:46: Ich meine wie waren jetzt da auch alle erwachsen?

00:12:50: Und damals waren wir Kinder und halbstark.

00:12:55: Wir wussten schon, wo es langgeht.

00:12:57: Das muss ja für dich auch ganz crazy gewesen sein irgendwie uns da so zu beobachten was aus uns geworden ist.

00:13:03: oder wie waren da so?

00:13:05: dein Gefühl uns das so zu sehen und zu erleben?

00:13:09: Also mein Humor war gesagt die sind auch schlauer geworden nicht nur ich Ich habe viele reife Menschen getroffen, voller Lebensfreude mit Familien und auch du hast mich hier überzeugt.

00:13:29: Und ich hab ja geahnt das viel in Besteckt.

00:13:32: Auch weil du meinen Podcast gemacht hast mit meiner Tochter und da ist mir aufgefallen dass du gute Fragen stellst und so.

00:13:39: Und dann war bei mir der Gedanke wenn wir dieses Mietzigen haben diesen Gottesdienst möchte ich nicht selber predigen sondern ich möchte Was dazu sagst, und es hat sich bewährt.

00:13:50: Es ist ganz toll angekommen!

00:13:53: Und ich habe nicht damit gerechnet dass dieser Chor so eine große Bedeutung im Leben der Menschen hatte.

00:14:03: Dass er bedeutsam war, aber wir haben schon gehört sonst wären die ja nicht mitgefahren auf die Ausflüge oder da in die Proben und in den Glotzens gekommen.

00:14:12: Aber so dieses Feedback war schon beeindruckend und Freude hat mich auch.

00:14:17: Die religiöse Prägung, die ist geblieben hat sich natürlich verändert bei mir auch.

00:14:24: Und es sind viele junge Leute sozial engagiert in pädagogischen Berufen und das ist noch aufgefallen.

00:14:34: Wir hatten gestern Abend erst im kleinen Kreis davon wie es so ist, welchen Bezug zur Kirche man heute lebt oder wie man sich da überhaupt einer Gemeinschaft anschließt.

00:14:46: Aber wir waren alle drei – es waren drei Frauen die miteinander gesprochen haben – aus einer Kindheit heraus in einem christlichen Kontext groß geworden und haben auch wirklich da Übereinkünfte sammeln können, dass das eine wahnsinnig wertvolle Zeit ist in dem Sinne einen Ort oder auch eine gemeinsame Zeit hatte, wo man so sein konnte wie man ist.

00:15:16: Auch wenn jetzt viele mit Kirche vielleicht nichts am Hut haben oder ja einfach da ja auch viele negative Schlagzeilen sind die einem zu denken geben müssen sage ich mal aber nichtsdestotrotz war ja Jugendgruppe Chor Gruppenstunde und was man nicht alles hat erleben können Immer so, dass es egal war woher du kommst und was du kannst.

00:15:45: Weil jeder sich in eine Gemeinschaft irgendwie eingefunden hat.

00:15:50: Man durfte da sein wie man ist.

00:15:52: Das finde ich das wahnsinnig prägende daran.

00:15:56: Ich habe ja auch festgestellt bei diesem Treffen wir hatten ... Das sind Menschen mit denen habe ich heute zum Großteil nichts mehr zu tun einfach räumlich.

00:16:05: Aber ich glaube auch, weil ja sicher jeder auch anders weiterentwickelt hat.

00:16:09: Nichtsdestotrotz war sofort – obwohl ja da viele, viele Jahre dazwischen lang die gemeinsame Schnittmenge der Werte, die unter anderem du uns ja vermittelt hast das wertvollste überhaupt nämlich Gemeinschaft zu leben Respekt voreinander zu haben offen zu sein Neugierig zu sein, also wertungsfrei auf Menschen zuzugehen erstmal.

00:16:36: Und das schreibe ich absolut dir auf die Fahnen!

00:16:40: Weil du hast uns da als Haufen Irrer... was man ja so ist in der Pubertät?

00:16:47: Man kann es doch gar nicht anders sagen!

00:16:48: Also wenn ich das jetzt so betrachte aus der Erwachsenenperspektive und auch aus der Muttersicht Das ist ja ein Wahnsinn, den du dir da auch angetan hast.

00:17:00: Möchte ich meinen mit so vielen Menschen dich zu umgeben die Tierabsoluten auf der Suche sind wer sie eigentlich sind?

00:17:12: Ja das bin ich auch mein ganzes Leben und dadurch dass sich diese heute wird mir sagen auch die IS Erfahrung hatte beschlagen werden oder nicht akzeptiert werden.

00:17:25: So wie man ist war mir das ganz wichtig, dass diejenigen, die da kommen und singen wollen, dass ich ihnen zurecht biege, sondern dass sie da sein können so wie sie sind, dass sie sich begegnen können, dass Sie sich austauschen können Und ich habe mich als ermöglichter von Begegnungen zu selber wahrgenommen.

00:17:48: Ja Die Musik war für das ganze ein gutes Medium.

00:17:54: Vielleicht sogar mehr, weil es eine Form von Kreativität ist und eine schöpferische Tätigkeit für alle ist, die da mitmachen.

00:18:02: War das ein Weg der sich sehr bewährt hat?

00:18:07: Ja!

00:18:08: Wie viel Nerven, wie viele graue Haare hatte ich das Ganze gekostet?

00:18:13: oder kann man das gar nicht so sagen?

00:18:14: und hast du jetzt einen positiv verklärten Blick auf diese Zeit?

00:18:20: Ein bisschen verklärt ist es schon, weil ich hier zu meinem Nachgeschad habe und habe einen Brief an alle Sängerinnen und Sänger-Gas gegraben.

00:18:29: Wo ich doch schon auch ermahnt habe Verpflichtung und Verantwortung zu übernehmen für die ganze Sache.

00:18:36: Aber grundsätzlich hab' ich da gar nicht so viele Nerven gebraucht.

00:18:41: Okay Es war... Ich war's ja auch gewohnt Und du musst dir vorstellen, dass ich immer von vielen Menschen umgegeben bin.

00:18:50: Ich war im Internat.

00:18:51: In meiner Abteilung waren es dreißig Leute in der Großfamilie, in der Schule und in den Gruppen.

00:18:57: Ich war nie allein!

00:18:59: Es waren immer viele um mich.

00:19:01: Darum war interessanterweise auch meine Hochzeitsreise für mich ein Problem weil ich da plötzlich ganz alleine mit meiner Frau war zum ersten Mal in Leib einem Leben nur mit einer Person unterwegs.

00:19:13: Oh Gott!

00:19:13: Das war unserizierend.

00:19:16: Da kannst du dir vorstellen was ich dann später... Später dann die Gelegenheit hatte einen Jugendquart zu leiten und da waren ja unsere Kinder auch mit dabei.

00:19:28: Dann habe ich mir gedacht, da muss ich jetzt gar nicht allein fahren mit meinen Kindern alleine, sondern dann kann ich noch ein paar mitten nehmen.

00:19:34: Das sind halt nochmal fünfzig oder sechzig Mitgefahren.

00:19:37: Aber das ist tatsächlich so!

00:19:39: Ich bin ein Gemeinschafts- und Beziehungsmensch.

00:19:43: Ja absolut.

00:19:44: Mich

00:19:44: stören viele Menschen überhaupt.

00:19:48: Ja, das finde ich total irre.

00:19:49: Weil ... Ich hab dich da ja eh immer bewundert wie man überhaupt auf die Idee kommt.

00:19:55: Das wird ja immer dein Jahresurlaub gewesen sein oder zumindest einer ... Wir waren schon auch immer lang unterwegs.

00:20:01: also es war jetzt nicht nur drei Tage sondern wir waren richtig auf eine Reise.

00:20:07: und dass du da Lust und Kraft hattest mit uns allen dazu zu verreisen plus deine eigene Familie plus Das wollte ich auch noch mal ansprechen, das kann man gleich nochmal genau beleuchten.

00:20:20: Hastet ihr ja oft Pflegekinder dazu?

00:20:24: Ich mir gedacht habe, es ist doch jetzt nicht dein Ernst!

00:20:27: Es muss doch Entspannung sein oder Urlaub darf doch Entspannungen sein und du nimmst dir freiwillig fünfzig-sechzig Leute zusätzlich mit.

00:20:36: Ich hab' mir das nie vorstellen können dass das für dich entspannen sein kann... Aber

00:20:40: was?!

00:20:41: Oder...?

00:20:46: auch entspannend.

00:20:47: Also es war mehr Freude als Opferwürdig zu sagen, weil ich wie gesagt in so einem Milieu immer mit vielen Menschen unterwegs sein aufgewachsen bin und ich bin heute noch den Kontakt mit den Leuten aus dem Internat.

00:21:04: oder zweimal im Jahr treffen wir uns und machen gemeinsame Interessen auch religiöse Dinge natürlich.

00:21:11: aber das war der entscheidende Punkt für mich diese Begegnung mit anderen und das ist so geblieben.

00:21:18: Und es hat auch mein Haus geprägt oder unser Haus, ich war doch dass ich mich eingelassen habe auf Jugendliche haben sehr viel Vertrauen gesucht bei mir und bei uns zum Beispiel.

00:21:32: manche die zum Beispiel ich denke jetzt ein daumeiliges Mädchen der sehr früh die Mutter verloren hat.

00:21:39: Da hatte ich das Mädchen in der neunten Glasse in meiner Frau eine mütterliche Freundin gefunden.

00:21:46: Und es war möglich, weil unsere Haustür immer offen war für alle Menschen und ich meine das Wort wörtlich.

00:21:53: wir hatten im hinteren Haus eine zweite Eingangstür.

00:21:57: die waren nie zugesperrt.

00:21:59: da konnten Jugendliche immer rein wenn sie wollten und da sind manche auch in der Nacht gekommen.

00:22:04: Wenn ich aufgestanden bin waren die manchmal im Wohnzimmer.

00:22:07: Für andere wäre das schrecklich Gott fremde Mädchen im Zimmer für mich was Gewohnheit.

00:22:12: Ich bin einfach so gewohnt gewesen in mein ganzes Leben lang, dass immer Leute da waren und dieses Prinzip des offenen Herzens und der offenen Tür war ein Grundprinzip der Seelswaage.

00:22:27: Und das habe ich auch von meinem Glauben her gelernt, dass dieser Christus einer ist, die einen offener Herz hat und auf eine Tür und die auch zu Gast sein möchte weil er nicht immer einen Platz für seinen Habt hat.

00:22:42: So diese Metapher, die ich jetzt verwende hat sich bei mir so ergeben.

00:22:49: Das war die Konsequenz meiner Lebens- oder unserer Lebenswahl und ich hatte Glück.

00:22:56: Meine Frau hat da gut mitgekommt und hat das mitunterstürzt.

00:23:03: Hat auch dann die Pflegekinder gekümmert.

00:23:06: Und die Kinder haben wir natürlich immer befragt.

00:23:09: Die haben da auch mitgemacht.

00:23:11: zu den Pflegekindern, wir waren insgesamt vier.

00:23:14: Es ist immer aus seiner konkreten Begegnung herausgekommen, also nie irgendwie ... Ich hatte die in der Schule oder sowas und Rebecca hat uns getoppte, die kennst du ja auch?

00:23:26: Die ist auch mal in einem Interlate gelesen und da war ein Schüler und der hat sehr gelitten.

00:23:34: und dann ist die Rebecca ein, haben wir noch gesagt, Papa, Mama ihr müsst dieses Kind, ich sage jetzt den Namen nicht weil ich ihn schützen will.

00:23:44: Er müsste das Kind aufnehmen der geht da zur Grunde.

00:23:48: also so war unser Sandbieter angemacht und so und er ist jetzt so wie wenn es unser eigen Fleisch und Blut wäre.

00:23:57: Der geht ein und aus und hat seine Familie und seine.

00:24:01: sein Enkelkind zählen wir auch zu unseren Enkelkindern.

00:24:04: Das ist aus dieser Begegnung, von dieser Beziehung so gewachsen.

00:24:10: Ich habe Gänsehaut, wenn du das so berichtest und auch dass du immer in der Wir-Form das auch berichtst.

00:24:18: Du hast es ja gerade schon angesprochen, sonst hätte ich oder ich hab' das auch als Frage meinem Kopf gehabt.

00:24:25: Sowas funktioniert ja auch nur, wenn die eigene Partnerschaft stabil ist und wenn die Idee dahinter des Lebenskonzepts sage in die gleiche Richtung läuft, weil es wäre ja undenkbar gewesen so durchzuführen.

00:24:46: Wenn jetzt einer von euch gesagt hat, nee, jetzt ist mir zu viel das kann ich jetzt nicht mehr... Jetzt müssen wir unsere Tür zumachen im wahrsten Sinne des Wortes.

00:24:55: aber das ist quasi nie passiert oder?

00:24:57: Nein, es ist nie passiert, weil wir da einen gleichen Ansatz haben.

00:25:02: Interessanterweise haben wir uns erkennen gelernt.

00:25:05: dann war ich im Praktikum bei Menschen war Kinder in Behinderung.

00:25:10: Und da war meine Frau Erzieherin und ich war Praktikant, und da haben wir uns kennengelernt und auch gespürt, dass wir ähnliche Vorstellungen vom Leben haben, vom Mensch sein haben.

00:25:26: Und so haben wir zu einem anderen gefahren.

00:25:30: Das ist total schön weil die Wahrscheinlichkeit, dass man jemanden begegnet wo es so zusammenpasst Ist ja gar nicht mal so hoch, würde ich sagen.

00:25:41: Oder würdest du das anders sehen?

00:25:43: Würdest du sagen der und der Trick steckt dahinter, dass man seinen Pondant oder seine Ergänzung oder seine Ähnlichkeit finden kann im Leben?

00:25:57: Es ist so ein Feuer brennt nicht von sich allein.

00:26:01: Man muss es immer wieder nachlegen Meine Frau und ich, wir haben uns beide verändert.

00:26:09: Einfach durch Gesundheit, durch die Kinder, durch das Älterwerden, durch körperliche Wehrenträchtigungen.

00:26:16: Und es ist immer wichtig aneinander zu glauben, einander zu vertrauen aber auch sich immer wieder durchzukämpfen und die Krisen zu überwinden.

00:26:29: Die waren auch da.

00:26:31: Wir sind nicht ohne Krise aus Leben gekommen.

00:26:34: Das wäre auch utopisch.

00:26:36: Ja, das zu glauben.

00:26:37: Aber

00:26:37: ich kann auch keine Rezepte geben!

00:26:39: Wir sind jetzt vor allem demnächst unsere fünfzigjährige Gehege überlegen und ich könnte nicht sagen so müsst ihr es machen.

00:26:46: Es funktioniert deswegen nicht, weil die Menschen so verschieden sind und so verschiedene Ansätze haben dass man bei schlechten Rezepten abgeben kann.

00:26:55: oder Ratschläge geht gar.

00:26:58: Es geht darum den Weg zu suchen

00:27:02: und im Gespräch zu bleiben.

00:27:03: Oder?

00:27:04: Das ist schon so ein Schlüssel, den du ja auch jetzt viel angesprochen hast.

00:27:09: oder Vertrauen hast Du ja auch angesprochen, egal jetzt ob du über die anderen... Ob du über Kinder gesprochen hast oder jetzt auch über die Partnerschaft, diese sich gegenseitig anzuvertrauen Auch wenn vielleicht was nicht passt, dass man dann das offen auf dem Tisch packt

00:27:26: Der Vertrauen liegt vom Vorschuss.

00:27:30: Einer muss anfangen, Vertrauen zu setzen und der andere kann dann nachziehen oder zurückgeben wie man es selber malieren möchte.

00:27:39: Und

00:27:40: anders geht's auch nicht.

00:27:41: Man muss

00:27:41: im Vorschluss... Also ich sage einmal was das nicht so beliebt ist, du musst mit der Hingabe beginnen, da ganz die Andere auch drin.

00:27:50: Ja.

00:27:51: Und einer wird ja der erste sein und das andere mal die.

00:27:56: Jetzt sind wir so ein bisschen abgekommen.

00:27:58: Macht aber gar nichts, weil das gehört einfach auch alles dazu und genau das ist ja das was ich als Kind oder als Jugendliche ja auch immer beobachten durfte eure, eure Partnerschaft und euer Miteinander und Euer Vorleben dessen wie es sein darf.

00:28:16: Und jetzt komme ich aber nochmal auf den Punkt wo wir da jetzt so gelandet sind hin zurück.

00:28:23: Wir hatten es ja über die Reisen, dass ihr als Familie da Lust und das Bedürfnis hattet noch so viele andere mitzunehmen.

00:28:30: Wir haben ja richtig, richtig tolle Reisen gemacht, die deinerseits oder eurerseits ja auch wahnsinnig viel Vorbereitung beinhaltet haben – auch logistisch einfach wie man so viele Leute unter einen Hut und in einem Bus samt Gepäck und weiß nicht was bringt?

00:28:49: Also A erste Frage Wie bist du überhaupt drauf gekommen, jetzt auch noch mit dem Chor zu reisen?

00:28:56: B. Was waren so die Beweggründe für die Ziele, die du ausgewählt hast?

00:29:02: und C. Welche dieser Reisen ist für dich am prägensten oder am meisten in Erinnerung?

00:29:10: wo du sie sagst das werde ich niemals vergessen.

00:29:13: Oder kann man es überhaupt sagen weil ich mein jeder hatte ja wahrscheinlich ihren eigenen Reiz?

00:29:17: also bis wir mal ein bisschen staffeln.

00:29:19: meine Frage

00:29:22: Also Reisen mit Jugendlichen hat mich insofern gereizt, weil das für mich auch meine Jugend sehr schön war.

00:29:27: Im Internet sind wir überall hingefahren mit der Gruppe und es war in mir da und ich wusste was das für tolle Möglichkeiten der Begegnungen sind Und das war für mich dann auch der Anlass mit dem Mädchenchor so etwas zu machen.

00:29:46: Das erste war ein kleines Zeitflager an Karl Lacherweier Und es hört sich dann immer mehr gestreibert, weil ich merkt habe das tut den Leuten gut.

00:29:56: Die sind da gern dabei Sie tauschen sich aus sie lernen sich kennen sie müssen sich nicht verstellen sie müssen nicht cool sein sondern sie dürfen so sein wie sie sind.

00:30:07: und dass alles ist besser möglich wenn man aus dem gewohnten umfeld rauskommt Wenn man sich irgendwo auf dem Weg macht und in einer ganzen Neue seien kommt wo man auch diese Sicherheit verliert.

00:30:24: In einem neuen Land, mit neuerem Geburgen musst du dich auf Neues einlassen und ... Du kannst nicht deine alten Muster spielen oder deine Verhaltensweisen, sondern da kommt was Neues!

00:30:35: Und... Diese Chance ... Eine neue Begegnung der jungen Leute untereinander, die kann aber sehr gut durch eine Reise bewerkstelligen.

00:30:43: Was man gewohnt im Muster hinter sich erst und in einer neuen Situation sich auf neue Weise begegnen kann.

00:30:52: Das war die erste Frage.

00:30:54: Genau!

00:30:54: Die zweite,

00:30:55: die Länder, die ich bereist habe, das hat sich ganz unterschiedlich ergeben.

00:31:01: Manchmal sind sie auch sehnsuchtweite Familie gewesen, manchmal waren es Tipps von Freunden oder Bekannten und so haben sich die verschiedensten Länder ergeben.

00:31:14: wir waren ja in Frankreich, in Italien, in Ostlock In Polen, da haben wir es noch hinter Meißland antworten.

00:31:23: Wir waren in Nordnahrwägen und in Irland und England also überall eigentlich in Europa.

00:31:29: Und das war für mich auch schön und meine Kinder haben mir immer gesagt Papa das ist so schön oder Mama wenn ihr mit uns damit fährt und wir haben uns verlangweiligen Familienreisen bewahrt

00:31:46: Also auch ein eigen Nutz hinter der ganzen Sache, dass die Kinder auch beschäftigt

00:31:53: sind.

00:31:56: Das war die dritte Frage weiß ich jetzt nicht mehr.

00:31:59: Welches so für dich die schönste Prägenste oder die am meisten in Erinnerung gebliebene ist?

00:32:05: Oder ob es das gar nicht gibt, dass du da dich festlegen kannst?

00:32:09: Doch, das waren alle schon.

00:32:11: Eine war schwierig und das war in die Strichheit.

00:32:14: können wir dann darüber reden.

00:32:16: Die schönsten Reisen für mich waren nach Irland und nach Nordnahrwegen, und ich werde nie vergessen, dass sind wir in Nordnader wegen am Meer gesessen auf Felsen, auf Kranitfelsen und haben da Bibelstellungen besprochen und gefeiert, was gerade das ist die eben zu dieser Stelle passen Vom Boot aus, die prädiktiv so.

00:32:45: Das kriegt dann aber letztlich eine ganz neue Wirkung.

00:32:49: und dort zu singen auch in einer Holzkirche und die Menschen da zu sehen wie sie da selber also mit der Idee ein bewohnerter Insel.

00:33:01: Da waren wir ja auf den Lofoten wie ihr Herz bewegt ist.

00:33:05: das war sehr schön Und Irland hat mich auch sehr bewegt vor allen Dingen als wird es Iris Eure Splasting, da die Sangen haben.

00:33:13: Oh ja!

00:33:14: Da krieg ich gleich Gätserhaut.

00:33:18: Ich wusste nicht, dass das der Nationalhymne ist sozusagen.

00:33:24: Wir haben dann auch zu heulen angefangen im Gottesdienst.

00:33:29: Der Norden hat mich bis anders berührt weil ich das kühlere Edemar bestes heiße und das Meer da mag und auch die Fische und das Licht vor allem.

00:33:40: Das ist nicht doch nirgendwo wegen des Vergissens, wenn ich mir das alles gesehen habe.

00:33:45: Ja definitiv da war es ja auch so dass wir oft viel zu lange wach waren eigentlich, weil die Sonne ja nur so ganz kurz weg war.

00:33:56: Und dann schon war es wieder hell und dadurch war ja die Nacht zum Tage gemacht worden auch was einerseits total schön war andererseits natürlich den Tagesablauf ganz durcheinander gebracht hat.

00:34:07: aber dieses Lichter kann ich mich auch noch erinnern.

00:34:10: Ich habe tatsächlich auf den Lofoten damals Gedichte geschrieben Weil ich mich das so inspiriert gefühlt hab da eben bei diesen Steinen vorne zu sitzen aufs Meer zu gucken, diesen Lichtspielen zuzugucken.

00:34:24: Und da war ich mal ganz poetisch.

00:34:26: Das war meine poetische Phase, das weiß ich noch.

00:34:28: Ja und ich war ja witzigerweise vor als unser kleiner ... Da sind wir mit dem Wohnmobil nochmal da hoch gereist.

00:34:37: Und dann haben wir diese Häuser von Außen halt natürlich nur besucht und auch die Kirche wo wir damals gesungen haben.

00:34:45: Es war total so ein Flashback!

00:34:48: den ich da erlebt hab, definitiv.

00:34:51: Aber jetzt hast du vorhin die Tschechei angesprochen?

00:34:54: Tschechen angesprochen!

00:34:56: Magst du da noch mal drauf eingehen was da war?

00:34:59: Ja das war insofern schwierig weil es ein extrem heißer Somba war und wir hatten dann nicht so viel Gelegenheit zum Bauen und da waren die Mädels das waren also nur da.

00:35:14: zweihundneinzig weiß ich genau Waren die Mädels alle wälzt und eine nach da unten ist kollabiert.

00:35:20: Und ich musste immer wieder in die Klinik und wieder heim.

00:35:24: Wir waren dann im Internat untergebracht, das eigentlich von den Jungs billig war aber es waren Ferien und darum konnten wir da rein.

00:35:35: Und so bin ich dahin und her und auch auf der Heimfahrt gab's wieder Kreislaufzusammenbrüche und was weiß ich?

00:35:43: Das hat mich ein bisschen gestresst!

00:35:45: Ja, verständlich.

00:35:48: Das war von Gesundheit inher die schwierigste Reise.

00:35:54: Ansonsten war es auch das schön und wir haben gern gesungen.

00:35:57: Die Mädels haben auch ihren Spaß gemacht mit den Mälchen, die wir da angedrochen haben.

00:36:06: Und haben ihn nach Spitznummern gegeben, das war also auch lustig da.

00:36:10: Verrückt weil!

00:36:11: Das war ja meine erste Reise Da war ich das erste Mal dabei, da war ich elf.

00:36:17: Und ... Ich kann mich an das was du berichtest überhaupt nicht erinnern?

00:36:22: Ich hab das weder die Hitze in Erinnerung noch dass da eben Kreislaufzusammenbrüche waren weswegen du im Stress warst.

00:36:29: für mich war das eine ganz tolle Reise!

00:36:32: Also das habe ich nicht abgespeichert.

00:36:34: Ich denke jetzt gerade ich hab es nicht mal mitbekommen aber das kann ja nicht sein ich muss es ja irgendwie mit bekommen haben aber das ist null.

00:36:43: Ich habe nur, dass wir da diese vielen Fäden gekauft haben und diese Freundschaftsbänder geknüpft haben.

00:36:53: Gefühlt ganz täglich!

00:36:56: Ja, mit so einer Sicherheitsnadel an der Hose festgemacht und dann haben wir da geknüpft ohne Ende.

00:37:04: Und mir ist in Prag der Geldbeutel geklaut worden – das war ja gleich am Anfang!

00:37:10: Dann hatte ich überhaupt kein eigenes Geld mehr.

00:37:12: aber dann war es so nett….

00:37:13: Da habe ich gleich mal das erste Mal diese «Wir sind eine Gemeinschaft und natürlich helfen wir dir und sind für dich da», damit auch Dieses Garn da kaufen kann, sonst hey überhaupt nicht mitknüpfen können.

00:37:25: Das ist so in meinem Kopf ne?

00:37:27: Was du berichtest gar nicht so.

00:37:29: auch spannend was zu hängen bleibt.

00:37:31: Ja diese Anscheinende hast du das dann gar nicht mitbekommen.

00:37:35: Nach der Heimfahrt haben wir noch den Fohrenstraß erhalten müssen weil da nämlich ein Mädel kollabiert ist und da habe ich die Eltern angerufen und die sind dann nach Fohrmstraß gefahren.

00:37:48: Und ich bin dann mein Bus weiter nach Mannmarkt Verrückt.

00:37:52: Es waren bestimmt fünf oder sechs Mädels, die da Kreislaufprobleme hatten?

00:37:58: Nee!

00:37:59: Das ist absolut nicht

00:38:01: in

00:38:01: meinem Kopf.

00:38:02: War das dann da eigentlich so ein Zeitpunkt wo du gesagt hast, das muss ich jetzt noch mal haben weil sie nicht, ob wir nächstes Jahr wieder verreisen oder stand das nie zur Debatte dass du auch mal das hinschmeißen wolltest?

00:38:15: und ich meine es war ja kein Gesetz das es jedes Jahr stattfinden musste aber es ist ja eigentlich so gewesen.

00:38:20: Nein, das war überhaupt nicht zur Debatte.

00:38:24: Ich habe ja immer wieder festgestellt in meinem Leben, dass es Sicherheit letztlich nur bedingt gibt und auch Geborgen hat.

00:38:33: Es ist nur im Hier- und Erstmögliche.

00:38:37: Ich kann mich jetzt geborgen fühlen und sicher fühlen.

00:38:40: Und ob es morgen noch möglich ist weiß ich nicht.

00:38:44: Diese Grundseinstellung hat mir geholfen, dass ich relativ angstfrei und mit viel Vertrauen all diese Reisen machen konnte.

00:38:53: Und ich hatte meine Frau zur Seite, auch meine Schwester.

00:38:57: Die hat sich ja mit ihrer Familie immer engagiert.

00:39:02: Meine Frau konnte beruflich nicht immer dabei sein.

00:39:05: Man braucht eine weibliche Aufsichtspersonen und das hat dann meine Schweste, die auch bei der Guckin ist übernommen und so waren wir da immer.

00:39:16: mit einem guten und sicheren Gefühl unterwegs.

00:39:19: Und ich hatte da keine große Angst, dass irgendetwas passieren könnte.

00:39:26: Das kann ja auch daheim viel Schlimmeres passieren und das habe ich als Genick gesehen.

00:39:30: Ich habe auch erlebt was da alles zu sein kann.

00:39:33: Ja, das stimmt!

00:39:34: Und es dann einfach zu machen... Ich glaube viele überhaupt jetzt mal wenn's ums Reisen geht, da geht es jetzt gar nicht ums reisen Familie oder mit auch noch anderen Menschen, oder einem anvertrauten Menschen.

00:39:49: Sondern generell stelle ich immer wieder fest, ich reise ja nach wie vor sehr gerne und wenn ich das dann so erzähle wo wir auch mit den Kids zu waren, dass ihr euch das getraut habt!

00:40:00: Wo ich da mal so denke... Das ist ja gar nicht glaube ich der entscheidende Faktor sondern es einfach halt zu tun Ohne diesen im Hinterkopf zu haben, was könnte alles jetzt eben schiefgehen?

00:40:12: Weil dann fährt man nicht los.

00:40:13: Das ist schon richtig!

00:40:15: Es ist ein Problem unserer Gesellschaft überhaupt.

00:40:18: Ich könnte mir eine jüngere Beitrag kürzlich gesagt bis ich ihre Reisen gar nicht mehr machen, weil wirtschaftliche Probleme hätte.

00:40:27: Ich wäre ein Reiseveranstalter, ich hätte sichernstechnische Probleme und so weiter.

00:40:32: Und Verantwortung für die Kinder... Ängste in der Gesellschaft, da sind diese Kontrollzwang.

00:40:40: Alles im Griff zu haben ist ein Illusion aber die funktioniert nicht.

00:40:45: Man kann nicht alles im Griff haben, man kann nicht alle steuern und nicht alles dokumentieren.

00:40:49: Ich lege mir es viel komplizierter Aber durch diese Haltung wird viel Leben erstickt.

00:40:56: Ja Mut auch einfach zu tun loszugehen.

00:41:03: Für sich, für seine Träume wünsche wie auch immer ich finde das auch.

00:41:06: ja da wird einem scheim Vorabfall zu viel weggenommen.

00:41:11: Das wird danach delegiert auf ein Ende gewohnt und er geht sich dann irgendwo mit dem Brummiband bei hundert Metern unterstürzen und die Leute steigen zu und sagen wer traut sich was?

00:41:20: Also überspitzt jetzt will ich jetzt nicht weiter folgendem Gedanken.

00:41:23: Ja klar weil das war ja auch so eine Frage von mir die ich im Kopf hatte.

00:41:29: Wenn ich jetzt an meine eigene Pubertät denke, war ja auch wahkalsig bis naiv übermütig und davon mal ein Bus voll.

00:41:44: Es hat also nicht zur Sorge geführt ob du alle wieder mit nach Hause bringst oder keine Ahnung auch weiß ich nicht.

00:41:58: Es waren ja auch so ein bisschen Liebelein, auch immer dabei.

00:42:02: Hattest du da Gedanken dazu oder waren die einfach gar nicht da?

00:42:05: Ich habe mir gewünscht dass die Leute glücklich sind miteinander.

00:42:08: Manche haben sich verliebt,

00:42:10: da darf ich

00:42:11: mich auch mit freuen können.

00:42:13: Manch hab' ich auch getraut und wir haben gedacht geheiratet.

00:42:17: Und die jungen Leute haben auch Selbstverantwortung für eigenes Leben Und das kann man ihnen nicht doch moralin beibringern, indem wir die moralischen Zeige empfinden.

00:42:28: Sondern Verantwortung entsteht wirklich durch Übertragung.

00:42:32: Da bist du dafür verantwortlich und so war mir da meine

00:42:37: Haltung.".

00:42:38: Ja, und es ist was ganz Wichtiges, was wir lernen durften!

00:42:43: Deswegen bin ich auch immer so gern mitgefahren.

00:42:45: Ich mochte es auch mit meinen Eltern zu verreisen – so ist es nicht.

00:42:47: Es war jetzt kein Ersatz in dem Sinne dass sie sagen, um Gottes Willen, das ist viel schöner... Aber es hatte halt einen ganz anderen Charakter.

00:42:54: Alleine dadurch, dass wir ja auch nicht nur vor Ort eine gewisse Freiheit gelebt haben oder auf der Reise selbst schon sondern ja auch wie du sagst Verantwortung zu übernehmen was zum Beispiel ja wir waren immer eingebunden in die Verpflegung und Das ist anders als bei einem Familienurlaub oft, finde ich.

00:43:16: Entweder ist man im Hotel, wo man versorgt wird oder es ist halt doch irgendwie so die Eltern, die sich dann mehr kümmern, sage ich jetzt mal.

00:43:25: Oder zumindest bis zu einem gewissen Alter und da war's ja schon so.

00:43:29: Es waren immer unter dem Selbstversorgercharakter unsere Reisen dass man da auch seinen Teil beitragen musste, sonst gab's halt auch nix.

00:43:40: Genau!

00:43:41: Das war richtig und viele haben da auch Kochen gelernt wie ich das sage oder auch für viele Kochen, die er lernt.

00:43:49: Und es ist immer noch was zu erwählen.

00:43:52: Ich habe mit Schulgerassen unterwegs gewesen in Frankreich und sonst wo... Der große Unterschied ist eher, dass es mit Schulgassen etwas viel schwieriger als mit euch Denn es gab dieses gemeinsames Zwingen, dieses Verstehen auf einer anderen Ebene.

00:44:12: Dieses Gefühl war sofort da und das erreicht ... Und wenn wir irgendeiner Stadt waren und haben uns auf dem Marktplatz hingestellt und dann zwei oder drei Lieder zur Gitarre gesungen, da war plötzlich die Aufmerksamkeit da und die vorbei, ob die Passanken haben zugehört.

00:44:28: Wir waren mitten drin im Leben im Genießen und in der Freude, das ist schon was Besonderes.

00:44:35: Also mit der Grasse zu fahren, die Schwickrasse ist etwas Kransomeres als mit dem Chor.

00:44:40: Du gibst den Chor dann und alle singen und wissen wo es lang geht.

00:44:43: Das ist super!

00:44:44: Hattest du jemals oder wie formulier ich das jetzt?

00:44:50: Ich habe jetzt gerade total das Bild im Kopf gehabt.

00:44:52: Ich hab uns jetzt grade in Assisi gesehen, wie wir da...das war dann schon gegen Abend wo wir auf diesem Platz vor der Kirche gestanden sind und da waren diese Österreicher auch noch, die anderen Jugendgruppen.

00:45:05: Wo ja dann auch am Ende zusammengesungen wurde oder so.

00:45:09: Auf jeden Fall ich sehe dich wie du mit deiner Gitarre da stehst und das ist ja immer so mit deinen Fingern auf deine Augen gezeigt.

00:45:15: So jetzt schaut alle her!

00:45:18: War es für dich eine natürliche Autorität, die du da gespürt hast dass wir dem dann auch gefolgt sind?

00:45:25: Hast du die erst entwickeln müssen?

00:45:27: oder wie würdest denn das sagen?

00:45:29: Weil du ja vorhin auch, da komme ich jetzt... Das ist für mich so eine Kombination.

00:45:32: Auch vorhin noch mal aus diesem... Ich musste diese Lehrerposition da irgendwie auch mehr überstülpen und da war es ja auch so, du musstest ja ein Haufen Menschen dazu bringen auf dein Kommando in dem Sinne, auf das Anstimmen vorbereiten oder hinführen.

00:45:52: Was würdest du da, wie würdest du das so deine Entwicklung da beschreiben?

00:45:58: Ja ich denke es ist Vertrauen und Beziehung.

00:46:04: Eine Sängerin merkt wenn ich jetzt zu höre und hinhöre dann bringt man das was Ich finde meinen Ton, die Gemeinschaft, den Klang bin ich zum Behörden.

00:46:19: So würde ich sagen All in der Religion war die Beziehung zum Spieler, zum Schüler für mich immer im Vordergrund.

00:46:30: Ich habe allerdings, wenn ich jetzt noch mal beruflich was ändern könnte, würde ich die Leistungen, die Benotungen der Religionsunterricht zurückschrauben.

00:46:40: Das hab' ich damals nicht gemacht weil es war ein Vorrückungsfach und ich wollte das auch ernst nehmen Schülerinnen und Schülern auch was Beide braucht, die über Liebe verstehen es dann so.

00:46:51: Und wir haben das lernen müssen im Papen müssen... ...und dadurch sind man hier ein bisschen links hinter Treffen gekommen.

00:46:58: Ich bin mir nicht sicher aber wenn ich jetzt noch mal die Chance hätte würde ich die Beziehung noch mehr in den Vorwerkungen drücken.

00:47:06: Also ist es schon sehr intensiv gewesen was auch an gesprägenden Religionen möglich ist mit Beziehungen da ist.

00:47:15: oder zum Beispiel Ich hatte eine ganz wütendte, aggressive Schülere.

00:47:20: Die war sowas von Gastig und schwierig, dass ich wirklich nicht mehr wusste was kann ich machen?

00:47:26: Die hat sehr viel Schmerz aus der Familie mitgebracht.

00:47:29: Da haben wir sehr viel Wut und Verzweiflung auf.

00:47:34: Und Niederbügeln ist ja nicht mein Ding gewesen.

00:47:39: Das weißt du ja... Also sie konnte gut singen und das war für mich der Knapppunkt, da habe ich zu ihr glaubt so hoch Ich brauche für diesen Gottesdienst oder für diese Veranstaltung, ich weiß nicht mehr was es war.

00:47:53: Brauchst du einen kleinen Chor?

00:47:54: Okay!

00:47:55: Und ich habe festgestellt, du kannst gut singen.

00:47:58: Zieh doch mal los und such ein paar Leute mit denen du gerne singen würdest... ...und das hat sie gemacht.

00:48:04: Es ist eine sehr schräge Truppe.

00:48:08: Du kannst dir vorstellen, was die für junge Leute gesucht hat, diese Dame.

00:48:13: Das war zu viel als Dame.

00:48:15: Und es hat funktioniert.

00:48:17: Die haben mit mir gesungen.

00:48:19: Und es ist vertrauenmöglich gewesen.

00:48:21: und dieser Stress, sie unterordnen zu müssen oder sie einfügen zu müssen, der war weg.

00:48:29: Sie hat sich eingefügt über die Musik.

00:48:31: Verrückt!

00:48:32: Da sieht man nochmal auch diese heilende Kraft finde ich total durch die Geschichte was Musik bewegen kann und was Musik aus einem Menschen machen kann wo dann Gefühlebenen angestoßen werden, die man halt durch eben so cool ist oder Abwehr vorher hat.

00:48:52: Er hat sich eine so eine Mauer aufgebaut.

00:48:55: Es ist wichtig dass die Gefühlen, die in der Menschen da sind, dass sie auch raus können und das gelegt werden dürfen.

00:49:04: Die Gefühlung ist ja nichts anderes als die Antwort der menschlichen Existenz auf das was dieser Mensch gerade liebt.

00:49:12: Seine Gefühles sind die Antwort drauf Und wenn er diese Antwort nicht geben darf, dann kann er nicht heil sein.

00:49:19: Das funktioniert nicht mehr.

00:49:21: Diese Gefühle brauchen ihren Platz aber sie brauchen auch den Verstand.

00:49:25: Also dein Herz ohne Erhörung ist schwierig.

00:49:33: diesen Traglern, jetzt kommen wir auch gleich zur Theologie.

00:49:36: Super

00:49:37: Überleitung!

00:49:38: Da will ich auch hin, da will ich sehr gut.

00:49:41: Wir sind auf einer Welle...

00:49:44: Also es ist so.

00:49:45: nach meinem Empfinden muss es diesen Troglern geben in unserem Leben zwischen Körperlichkeit Leiblichkeit.

00:49:53: also wie bin ich erst ein Mensch?

00:49:55: Wie bin ich präsent mit meinem Leib?

00:49:59: Wie Bin Ich Präsent Mit meinen Gefühlen, mit meinem Herz und mit meiner Verstand?

00:50:05: Dieser invari-dialog sollte in einer Menschen stattfinden, sodass er die Balance findet und seinen Weg findet.

00:50:14: Und für mich ist das auch ein Rückschluss auf die Ebenbildlichkeit des Menschen – also Gottes Ebenblutigkeit!

00:50:23: Dass Gott Vater Sonne und Geist sich eben in unserem Tassen spiegeln.

00:50:30: Genau.

00:50:31: Also du hast ja jetzt gerade gesagt diese drei Komponenten spiegeln sich sozusagen im Menschen, im Glauben auch wieder.

00:50:43: Aber für mich ist ja immer die große Frage auch da wie viel Platz darf Glaubem noch in der Welt haben?

00:50:49: Also es ist er fast schon ein bisschen mit Vorsicht zu genießen wenn man noch sagt Ja klar bin ich glaube ich, ja ich lebe Glaubens Ich gehe in die Kirche und gestalte Gottesdienste mit.

00:50:59: Das ist mir ja tatsächlich eine Rarität mittlerweile.

00:51:06: Wie erlebst du das in der heutigen Welt?

00:51:09: Ich habe mich mit dem Thema Leben lang beschäftigt und letztes halbe Jahr sehr intensiv, also im letzten Jahr, das letzte halbe Jahre.

00:51:21: Und bin auf Drehquantenphysik wieder mal gestoßen.

00:51:26: Es gibt ja in unserer Zeit die Auffassung dass alle Fragen irgendwann einmal gelöst werden von der Wissenschaft und dass Religion überflüssig wird.

00:51:37: Was ich aber vorgefunden habe bei den Gorgenfliessikern, das gar nicht sein wird!

00:51:46: Wir werden nie die Fragen beantworten können und nicht mal die Fragen stellen können, die notwendig wären um eine Antwort zu finden.

00:51:57: Wir werden also immer suchen, der bleiben müssen.

00:52:04: Der Hansbieter Dürrherstier, ein Quantenphysiker sagt, dass die Mystik und die Quantenfysik über die letzten Wahrheiten die gleiche Sprache sprechen.

00:52:25: Das bedeutet... ...die Menschen können auch von dieser quantenfysikalischen Sicht nie auf die Interpretation der Wirklichkeit durch Metaphysik oder durch den Mystik verzichten.

00:52:42: Und das hat mich erstaunt, die großen Quartentphysiker des letzten Jahrhunderts waren alle supermustiger haben in der Kreativität viel Freude gefunden und sind mystische Menschen auch der letzte Nebreissträger der Österreicher Das fällt mir nicht ein, der Name ist sehr gewuscht.

00:53:09: Ich bin jetzt im Augenblick...

00:53:11: Wir bitten dies an dieser Stelle zu entschuldigen?

00:53:16: Zeilinger!

00:53:22: Also da muss man sagen auch von der wissenschaftlichen Seite bleibt die Religion unverzichtbar und der Mensch braucht eine Geborgenheit auf die er dazu leben kann.

00:53:35: und wie sich die Borgengerei das für mich gott.

00:53:37: Das ist die einzige, wo ich weiß.

00:53:38: Ja da bin ich geboren.

00:53:42: Und so gleich muss ich sagen... Ich wusste als Jünger... Religionslehrer sehr viel über Gott und das hatte meine Schultasche gepasst sag' ich mal!

00:53:52: Und jetzt... Wo ich seventy- acht Jahre alt bin und viele Menschen absterben sehen... ...und nach meinen Lieblingspfarrern in meiner Hand... ...weiß ich kann nicht über Gott wenig sagen.

00:54:07: Eigentlich nichts.

00:54:09: Ich kann aber sehr gut beirren, was für mich wichtig ist.

00:54:18: Und das ist sehr sinnvoll, dass ich über Gott so wenig sagen kann, sonst wäre es nicht Gott!

00:54:28: Wie genau meinst du denn das?

00:54:30: Also du sagtest... Ich wusste viel über Gott, das hat in meine Schultasche gepasst, da geht's dir in dem Moment darum wissen, biblisches Wissen vermittelt haben zu können aber die Dimension, was das bedeutet.

00:54:50: Das kannst du eigentlich nicht erfassen.

00:54:52: oder wie versteht es richtig?

00:54:54: Ich kann Gott nicht erfassend.

00:54:56: Aber ich kann erfassten etwas Wichtiges für mich und für die Menschen.

00:55:00: Das kann ich erfassen und das kann ich auch gut in einem Satz ausdrücken.

00:55:06: Es ist so mein Lebensmotor In der Liebe bleiben.

00:55:10: Sie ist aus dem Johannes Evangelium.

00:55:12: In der liebe bleiben bedeutet Unabhängig davon, ob ich jetzt an Gott glauben kann oder nicht.

00:55:19: Das ist das Grundsatz für jeden Menschen auf dieser Welt.

00:55:22: als Fazit in der Liebe bleiben bedeutet dem Leben dienen.

00:55:28: Hans-Pierre Dürder von Physik gesagt, dass Leben lebendigerer machen.

00:55:33: Also das ist es was wir alle können und wo wir uns alle eilen können so wie einem großen Chor dieser Akkord.

00:55:40: Dass wir uns Menschen leben, dass wir die Natur lieben Und dass wir dem Leben dienen, der Lebendigkeit dienen.

00:55:51: Was können wir alle?

00:55:54: Wir können es deswegen, weil wir auch alle verbunden sind.

00:55:57: Es gibt niemanden und nichts auf der Welt was getrennt leben könnte.

00:56:01: Das hat uns auch die kranken Musik gezeigt.

00:56:04: Es sind alle in Verbindung.

00:56:05: Nichts geht verloren!

00:56:06: Kein Atom, kein Molekül, kein Gedanke.

00:56:10: Alles ist da immer.

00:56:15: Jetzt

00:56:15: muss ich mal tief durchatmen... Das ist eigentlich für so ein Schlusssatz.

00:56:19: Ich bin aber noch gar nicht durch mit dir, das hätte ich auch nicht sagen können.

00:56:30: Ja ja ich kann dazu nur sagen ja genau und das macht dich wahrscheinlich auch als ein wunderbaren Seelsorger aus dass du genau diese Worte finden kannst wo man da sitzen kann und nicken kann, und das fühlen kann was du sprichst.

00:56:49: Und da möchte ich jetzt trotzdem aber nochmal den Bogen spannen auch wenn es jetzt ein schöner Schluss hat.

00:56:54: schon gewesen wäre Aber weil mich das einfach auch noch mal interessiert.

00:56:58: Du hast ja vorhin eben gesagt nicht nur Religionslehrer sondern eben auch Diakon und später auch Seelsorger für die verschiedensten Bereiche.

00:57:11: Ist es so wie eine?

00:57:12: Kann man sich das so vorstellen?

00:57:13: Ist das so eine Karriereleiter?

00:57:21: Wie kam es dazu, dass du diese einzelnen Aspekte der Seelsorge und auch das Diakonsein ergriffen hast.

00:57:31: Das hat immer mit dem konkreten Leben zu tun.

00:57:34: Ich habe Eltern aus Phoenixesorger getroffen die gerade ihr Kind verloren hatten, zwar gestorben – da wollte ich da sein!

00:57:47: Ich wusste nicht, was ich sagen konnte.

00:57:50: Aber ich konnte da sein und habe gemerkt, dass es wichtig war zu sein.

00:57:56: So bin ich zum Beispiel für sie verweisende Eltern gekommen oder besucht kranke.

00:58:08: In meiner Jugendzeit habe ich Menschen gelernt, die alkoholkranke waren.

00:58:16: Und habe dann vierzig Jahre die Seelsäure da selbst, die Gruppen begleitet haben mit denen Wochenenden verbracht.

00:58:25: Das ist immer so ein ganz viel Gras aus den Gewohnen und neue Möglichkeiten schaffen das wegfahren irgendwo hingehen.

00:58:33: Das hat sich in allen Lebensbereichen bewährt und sichst auch wenn man dann eine andere Perspektive bekommt.

00:58:41: Ja und so bin ich also oder das andere war Missbrauchserfahrungen, die Kinderarten vertrauen zu mir und haben sich deswegen auch geäußert.

00:58:55: Das ist ... Meistens ist es gut gegangen aber manchmal in einem Fall weiß ich auch dass die Familie daran entsetzt war das ich mich auf das Thema eingelassen habe.

00:59:06: Die wollten das nicht wahrhaben und nicht sehen was da mit der Tochter passiert Und hab' mich dann wirklich ausgeladen Mölde zu sagen.

00:59:17: Aber ansonsten, oder ich kam mich hier hinten an eine Familie, da ist eine Tochter, die zu mir gekommen hat und sagt, meine Mama läuft ein bisschen, bitte komm' uns!

00:59:27: Und ich bin dann in der Familie, die wollte mich rausschmeißen, sie fragt was mir einfällt... ...und ich bin da geblieben, ich hab mich nicht raussschmeißern lassen, ich bin gebliebt.. ..und irgendwann hat die Frau dann angefangen zu reden und sich zurechtfertigen und so weiter, dass sie trinken wird deswegen und so.

00:59:42: Und was ist da schlimm?

00:59:43: Weil sie hat ein bisschen mehr Durst und das ist doch nichts weiter.

00:59:47: Aber drinnen drei, vier Monate später war die Tochter plötzlich mit ihrer Mama auf der Tür... ...und die Mama hat gesagt ja ich will trocken werden.

01:00:02: Also das waren so die Impulse, die ich immer aus dem Leben Gas bekommen habe um mich auch auf den Thema einzulassen So würde ich sagen.

01:00:11: Ich finde das total spannend, weil oft ist es ja so wenn man was Neues ergreift dann macht man eine Fortbildung und dann versucht man sich mal in diesem Bereich oder so.

01:00:20: aber bei dir hat sich einfach das Leben geöffnet und du hast dich da reinbegeben?

01:00:27: Ja, ich habe mich aber danach fortgebildet zum Beispiel im Bereich Zuckerkranken oder in der ziviltherapeutische Fortbildung bin ich gegangen um noch besser verstehen zu können.

01:00:38: Aber es war quasi nicht so rum, dass du gesagt hast ich würde jetzt gern mit suchtkranker arbeiten.

01:00:43: Deswegen mache ich die Fortbildung und fange dann an.

01:00:45: sondern das war eigentlich andersrum oder?

01:00:47: Genau, es war andersrum

01:00:50: Total spannend.

01:00:52: Warst du manchmal da verzweifelt?

01:00:54: also wenn du Menschen siehst die so ja Da steckt ja ganz viel ganz viel Belast dahinter Hatt dich das manchmal auch mit runtergezogen.

01:01:08: Es hat mich Wege getan, runtergezogen in dem Sinn nicht.

01:01:12: Aber es hat mir sehr viel Schmerzen bereitet und ich kann mit Schmerz umgehen.

01:01:18: Das habe ich gelernt durch mein Leben durch den eigenen Schmerze.

01:01:22: Und ich hab's auch gelernt im Schmerzelber dass ich da nicht hilflos bin.

01:01:28: das ist der Weg geblieben damit zurechtzukommen... ...und ich habe mehr Supervision geholt als nix zu sagen.

01:01:37: zehnmal im Jahr die Möglichkeit, eine Vision zu machen.

01:01:40: Und das war sehr wichtig für

01:01:42: mich.

01:01:44: Da konnte ich mich selber besser verstehen und selber bewusster agieren.

01:01:49: Ich war nicht so sehr, wie soll ich sagen den Zufall ausgeliefert, sondern ich konnte bewusst die Dinge danach steuern.

01:02:00: Die Toale zum Beispiel, dass ich heim gehe Transponderableg oder den Funke ablegt.

01:02:08: Und wenn ich das ablege, dann lasse ich auf das alles in der Klinik.

01:02:12: Das war zum Beispiel so ein Ritual.

01:02:15: Gerade dass es einen Funkel angebibst wird und irgendwann Wut verlässt... ...und wenn ich den weggelegt habe, dann war das für mich auch so.

01:02:22: Jetzt ist Schluss!

01:02:24: Jetzt gehe ich raus.

01:02:26: Geht zu meinen Bienen?

01:02:28: Oder sonst was?

01:02:30: Auch wieder so eine schöne Überleitung.

01:02:33: Auf die komme ich gleich, weil ich nochmal auf das Diakon-Thema auch zu sprechen kommen möchte gerne.

01:02:40: Wieso bist du Diakonn geworden?

01:02:42: Ist es ähnlich wie eine Berufung?

01:02:46: Das weiß ich nicht, aber ist Berufung was.

01:02:49: Ich habe mal vorgestellt, dass könnte ich machen und das wird zu mir passen.

01:02:53: Ich hab auf dieses Rüstzeug dazu, also selbstbewusst war ich schon.

01:02:57: Was ich nicht so mochte, war die Stereo-Kale.

01:03:00: Das liebte mir nicht so.

01:03:02: So ein Wirtenträger zu sein, das entspricht meiner Vorstellung.

01:03:06: Es hat mich meine Eltern auch nicht beigebracht, dass ich eine Mensch wie jeder andere.

01:03:11: Ich kann als Diakon ganz besonders gut für einzelne Menschen da sein.

01:03:18: Das ist der Schwerpunkt des Diakons.

01:03:21: Sein Hauptberuf ist eigentlich sich um die Randfiguren zu kümmern An die, die ausgegrenzt sind.

01:03:28: Das ist die Hauptberufe.

01:03:30: Nur diese Erfahrungen der Ausgegrenzten, den Entrechteten und der Obdachlosen bringen wir dann am Sonntag in den Rotter Sitz mit und formulieren die Vierbitten.

01:03:39: So war das früher in der Urkeke.

01:03:41: Die Erkunde sind also raus von Street Worker, könnte ich mal sagen.

01:03:46: Und haben die Menschen da kennengelernt?

01:03:47: Haben sie verbunden oder haben die Toten bestattet?

01:03:52: Und sind am Sonntag in der Kine her auch viel tauchten und sagten für den, ob denen das Mäds beten oder da müssen wir hingehen.

01:04:00: Das entspricht meinem naturell.

01:04:03: So habe ich es auch von meinen Vater gelehrt.

01:04:06: Mein Vater hat sehr viele Wunden verbundene bei Tugiksanitätern und hat sehrviele tote Menschen von der Front geholt und Schwerstverletzung.

01:04:15: Der hat uns immer erzählt wie das schön war und wie sehr Hitler gehasst hat usw.

01:04:21: Und was sie für ein Not ausgelöst hat.

01:04:25: Das war der Blick.

01:04:27: und dann in unserem Dorf gab es einen Verbandplatz, den hat mein Vater praktisch gemacht.

01:04:33: Wir sind die letzten gekommen und haben ihn... Er hat sich verbunden.

01:04:38: Vielleicht ist das auch so ein Motiv gewesen?

01:04:42: Das war mir gar nicht so bewusst.

01:04:45: Es war wieder mal etwas, was mir nicht so bewusst war.

01:04:48: Was das Diakon sein für dich ... Heißt oder was es überhaupt auch generell im Ursprung mal geheißen hat, das wusste ich gar nicht.

01:04:56: Wieder etwas gelernt.

01:04:58: Das ist schön.

01:05:03: Und dann passt das Bild jetzt noch viel besser für mich zusammen.

01:05:07: Warum du das bist?

01:05:09: Das ist ja nichts, was du ablegst, oder?

01:05:12: Also du bist ja jetzt nicht mehr aktiv, oder wie ist das eigentlich?

01:05:16: Bist du jetzt vollrend?

01:05:18: Ich bin Rentner, aber ich bin noch Diagon.

01:05:21: Also es ist tatsächlich so dass diese Weile an einem klebt, die wird man nicht mehr los.

01:05:27: Lebenslänglich!

01:05:28: Ja

01:05:29: genau und

01:05:32: ich

01:05:33: bin manchmal auch im Einsatz wenn der Kind getauft wird oder wenn Leute sagen du könntest uns trauen, das war früher mal so.

01:05:42: Das mache ich schon noch vor allem in der Verwandtschaft.

01:05:49: Ja, und ich angeschiebe mich noch nicht vorhin der im Ukraine.

01:05:53: Für die Ukraine viel.

01:05:55: seit dem Krieg habe ich da immer wieder Verkriegungen zur ukrainischen Gemeinde hier und auch viele Beziehungen wo wir gemeinsam Wege finden wie man mit dem Schmerz und den Leid zurückkommt.

01:06:09: Also so ganz aufgehört hast du quasi nicht!

01:06:13: Du bist immer weiter mit deinem offenen Herzen Unterwegs, so würde ich sagen.

01:06:20: Oder?

01:06:21: Ja, ein Geschenk das schon!

01:06:23: Also zehn Prozent mache jetzt vielleicht noch soziales Engagement oder kechliches.

01:06:27: neunzig Prozent bin ich Uppa und Radelfahrer und sowas.

01:06:33: Uppaa und Radelfahrer.

01:06:34: Wie ist denn das überhaupt?

01:06:35: Ich meine so viel wie du jetzt auch vorhin schon berichtet hast von dann bist du mit denen, dann bist dir mit der Klasse unterwegs, da bist du im Chor und so weiter dann noch mit hier, der Selbsthilfegruppe und dort.

01:06:50: Hattest du jemals Freizeit?

01:06:52: oder was war für dich Freizei?

01:06:55: Du hast die Bienen gerade angesprochen.

01:06:58: Das war ja ein Aspekt.

01:06:59: wie hast du da so dein Leben gestaltet wenn du dann daheim warst oder warst überhaupt viel Daheim?

01:07:07: Also im Nachhinein habe ich es mit den Bienen vielleicht ein bisschen übertrieben Leidenschafts nicht gemacht und habe da auch an Büchern mitgearbeitet.

01:07:19: Und eine englische Bienenrasse gezüchtet in Deutschland, von einem Dürrster drüber.

01:07:25: Also da war ich richtig engagiert und das war der Bereich wo ich mein Alp nachher war.

01:07:31: Wo ich nur bei mir war und bei den Bienen und sonst war noch niemand.

01:07:37: Aber es hat mich unheimlich gut getan!

01:07:41: Ich hatte immer Tiere mei ganzes Leben lang Und es war schon was Besonderes mit den Bienen da zu sein und zu arbeiten.

01:07:50: Meine Familie hat ein bisschen drunter gelitten, die Kinder hätten nicht vielleicht das Bezüglich öfter sehen wollen aber auf der anderen Seite habe ich ihnen abends immer toll viele Geschichten erzählt wie sie auch dann später schriftlich haben wollten und ich war schon auch da als Papa.

01:08:07: Aber die Frau hat schon sehr viel Last tragen müssen.

01:08:14: Sie hat mehr Verantwortung für die Kinder übernommen als ich.

01:08:19: Das war vielleicht nicht ganz okay.

01:08:22: Okay, hast du aber jetzt das Gefühl was du ja gesagt hast?

01:08:26: Jetzt bist du hauptsächlich Opa dass du das so ein bisschen wieder gut machst in Anführungszeichen wenn man das überhaupt zu sagen muss oder darf.

01:08:35: oder sollte Dass du da jetzt einfach deine Zeit auch gerne darauf verwendest mit einem anderen Blickwinkel als damals?

01:08:44: Ja Stimmt, also ich bin gern ober und ich hab für die Englieder mehr Zeit als für die eigenen.

01:08:50: Nicht auch daran, weil sie sich gerne berufen haben.

01:08:53: Ja klar.

01:08:54: Also

01:08:54: ich kenne sehr viel mit den Engelkindern unterwegs.

01:08:57: Und macht Spaß!

01:09:00: Hält dich das auf Trab?

01:09:01: Also gibt dir das auch so Lebensenergie oder...

01:09:06: Auf jeden Fall.

01:09:07: Du kommst viel zurück von jedem Zweite.

01:09:12: Man kann mit den Kindern diskutieren, man kann mit ihnen begegnen.

01:09:16: Man kann lödeln... Also es gibt den Operwitz in meiner Familie.

01:09:22: Es ist der Witzhund oder Operlacht?

01:09:25: Ich habe mir am Anfang witzig gemacht, dass die Kinder älter geworden sind und wir damit lachen müssen.

01:09:29: Und dann haben die Kinder gesagt ach, das ist ein Operwiz!

01:09:32: Ah, wie schön!

01:09:36: Was mir noch immer so jetzt im Hinterkopf war die ganze Zeit also.

01:09:41: deine Eingangsvorstellung war ja auch dass du mit sehr viel Schmerz groß geworden bist, von Menschen die dich nicht mochten.

01:09:50: Aber auch von Menschen, die dich mochten und du viel mit Schlägen zu tun hattest.

01:09:56: Das sind ja Wunden-und Narben, die auf dem Herzen liegen.

01:10:02: Bist du in der Position das du sagst?

01:10:06: Du kannst oder konntest es verzeihen und bist da in nem Frieden?

01:10:13: Ja, bin ich's!

01:10:16: Und es war so, dass die Menschen, die mich geschlagen haben, mich auch geliebt haben.

01:10:23: Ich habe auch Menschen kennengelernt, die mir gut getan haben und das hat mich da verbewahrt, so wie ich das später auch bei Jugendlichen erliebt hab in die Aggression zu gehen, in die Gewalt zu gehen.

01:10:35: Also diese Erfahrung ist Liebe dran und ich bleibe in dieser Liebe.

01:10:40: Es ist mehr als später erst bewusst geworden.

01:10:43: Das ist mein Lebensmotor gewesen.

01:10:46: Das hat sich bewährt, in der Liebe zu bleiben und das verdanke ich eben auch Menschen die zu mir gehalten haben.

01:10:55: Und deswegen konnte ich es auch verzeihen.

01:10:57: Die letzten Schläge habe ich mit achtzehn bekommen, dass ist mir sehr schwer gefallen wie zu verzahlen.

01:11:03: Ich weiß nicht ob ich's im letztlichen Verziehen hab aber es kommt da Zeitpunkt wahrscheinlich wo man's danach kann.

01:11:13: Situation, wo es dann auch wirklich möglich ist.

01:11:17: Dass es wichtig ist vergeben zu können, sogar im sexuellen Missbrauch ein wichtiges Thema aber das wird jetzt soweit werden.

01:11:24: die Befreiung geschieht in der Vergebung.

01:11:28: Aber die Vergebungen da eine künstlich sein muss stimmig sein Die muss mit innern Prozessen des Herzens übereinstimmen Dann funktioniert's und dann wird man frei.

01:11:39: dann muss man immer jeden Tag an den Täter denken oder an denen, der mich da abwatscht hat.

01:11:44: Sondern da kann man dann gelassen hinschauen und sagen das war einmal... Das ist geblieben und das habe ich überwunden oder wie auch immer.

01:11:54: Jetzt hab' ich gerade so ein bisschen die Vision gehabt ob das eigentlich mal ein Extrathema sein kann oder ob das... Da müsste man natürlich vorher eine Trigger-Warnung aussprechen wenn wir über sowas mal in die Tiefe geht.

01:12:08: Aber könntest du dir grundsätzlich vorstellen, über sowas auch mal noch genauer zu berichten was da... mit was du da in Berührung gekommen bist oder wie du den Menschen da helfen konntest?

01:12:22: Das kann ich mir schon vorstellen dass ich das könnte weil ich ja Menschen über Jahre in Welt begleitet habe.

01:12:32: Also lange mit der Schutzzeit hinaus und mit einer Frau habe ich sogar meinen Referat ausgearbeitet.

01:12:39: Die wollte dann anonym bleiben, globischerweise aber sie hat ins Leben gefunden und Beruf gefunden oder Familie gewöhnen können was ja auch bald dieser Form des Miss-Frauchs was hier da geschehen ist.

01:12:51: wir reden jetzt selbstverständlich das Und da hab' ich auch einen dreinen Beitrag dazu belastet durch meine Weg begreifen Das Allermeister hat sich von sich aus geschafft und auch durch gute Therapeuten, die sie an ihrer Seite hatten.

01:13:12: Das ist aber neuer, wenn dich mehr habe ich der Schlagerfahrung von der Schule her und auch vom Klinikum weil ja Leute Frauen aus der wir wollten eine Begebung rauskommen.

01:13:23: Ist das Thema was ich Deutsche Bahn mit gesagt hab du kommst raus in einer bestimmten Umgebung bis zu einer neuen Umgebungen erlehmst Sicherheit neu und Unsicherheit neu anders zu agieren, an das zu leben.

01:13:38: Und man sich immer wieder fragt auch, wie äußert er, wenn ich bei Ihnen am Krankenbettshaus wegen dem Blinddamm und dann ist plötzlich ein Missbarer auch Thema daraus gemacht oder so.

01:13:49: Siehst du da auch?

01:13:50: Es geht schon zu weit.

01:13:52: Das müsste man jetzt tatsächlich mal als extra vollgemacht.

01:13:54: Ich habe jetzt gerade schon dahingehend so viele Fragen im Kopf.

01:13:58: also wenn Du Lust hast zu einem anderen Zeitpunkt mal ... Könnte ich mir total gut vorstellen, weil das ja trotzdem immer noch und jetzt ist es auch gerade wieder medial damit mit dem Ulmen in den Medien.

01:14:16: Wo ich auch so denke, dass ist schon ein Thema was immer noch tabuisiert wird und wo immer noch ganz viel Täter-Opferfragen gestellt werden usw.

01:14:27: Ich würde da ganz gerne deine Perspektiven und deinen Wissen oder dein ... Deine Art da heranzugehen, näher beleuchten.

01:14:37: Also hätte ich total Bock darauf, ist jetzt einfach so gekommen.

01:14:42: Jetzt um das mal hier zu einem Ende zu bringen auch wenn ich mit dir Stunden entquatschen könnte und ich hoffe dass unsere Wege natürlich immer wieder kreuzen.

01:14:54: Ist es ja so, dass eine Podcastfolge ein Ende haben darf?

01:14:59: Du hast so viele gute und mir Gänsehaut bereitende Dinge heute erzählt.

01:15:05: Und letztendlich kommen wir immer wieder zu diesem nicht aufhören, zu lieben, Vertrauen zu haben und aufeinander zuzugehen.

01:15:16: Was würdest du jetzt noch vielleicht aus deiner Perspektive wie du?

01:15:23: Also Lebensabend klingt jetzt schon so, als hättest du nicht mehr lang?

01:15:27: Ich kann gut mitgegangen gehen.

01:15:28: Ich hab viele Menschen sterben sich.

01:15:32: Ja genau.

01:15:33: also noch bist du ja fit und gut dabei.

01:15:38: aber sagen wir mal so die Zeit ist natürlich begrenzt auf dieser Erde und du hast ja da bestimmt für dich auch so Gedanken wie Du jetzt da den Rest verbringen möchtest.

01:15:51: Hast du da so für dich einen Vorgehen oder Gedanken, den du auch mit uns teilen magst?

01:15:58: Ich habe über diese Frage zwei Gedanken verpasst.

01:16:03: Einer davon habe ich Rebecca geschickt und die hat dann wieder feste Freundinnen weitergeschickt und gesagt, Mensch Papa das ist gut!

01:16:12: Das muss aufschreiben.

01:16:15: Und das hätte ich jetzt da, müsste ich allerdings mal lesen.

01:16:17: Ja ja sehr gerne super

01:16:21: Gedanken für jeden Tag.

01:16:23: Mensch bedenke, du hast nichts!

01:16:30: Du bist von deinem Wesen her Beziehung.

01:16:35: Du strahlst am schönsten in Verbindung mit allem Geschaffern, allen Lebendigen und allem göttlichen Sein.

01:16:47: Der Leben entfaltet sich und bleibt ein für alle Mal lebendig durch Beziehungen und Durchlässigkeit – nicht durch Abgrenzung.

01:16:58: Frieden in dir entsteht durch Hingabe, nicht durch Macht.

01:17:04: Wunderschön!

01:17:07: Wunderschön.

01:17:08: das möchte ich einfach so stehen lassen und dir von ganzen Herzen danken dass wir das Stück Weg was wir zusammen gegangen sind aber auch deinen Lebensweg heute beleuchten durften und du dir so viel Zeit genommen hast für den Austausch.

01:17:30: Ich freue mich aufs nächste Mal.

01:17:31: Ich glaube, wir hören uns wieder!

01:17:33: Danke für das Freude gemacht mit dir über mein Leben und unser gemeinsames Leben zu reden.

01:17:41: Das war wirklich schön.

01:17:42: Vielen Dank

01:17:43: wieder!

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